
Sie alle enthalten sorgfältig erarbeitete ähnliche oder sogar identische Formulierungen und Aussagen – sich wiederholende Sätze, die bis zu 40 % oder mehr des gesamten Textmaterials in der Kommunikation Ihres Unternehmens ausmachen.
Ohne die Wiederverwendung bereits übersetzter Inhalte mithilfe von Translation Memorys müssen dieselben Sätze immer und immer wieder neu übersetzt werden. Dies verzögert die Durchführung von Projekten und beeinträchtigt die Qualität Ihrer Arbeit, was wiederum zu Unzufriedenheit bei Ihren Kunden führen kann.
Translation Memorys erleichtern den Lokalisierungsprozess und können sowohl Qualität als auch Effizienz entscheidend verbessern. Sämtliche bereits vorhandenen Übersetzungen können zur Wiederverwendung gespeichert werden, sodass ein Satz nie zwei Mal übersetzt werden muss. Zudem bedeutet die raschere Auftragsabwicklung auch, dass Sie mehr Aufträge annehmen und somit die Umsätze steigern können.
Was ist ein Translation Memory?
Wie funktioniert ein Translation Memory?
Wann wird ein Translation Memory verwendet?
Welche Vorteile bietet ein Translation Memory von SDL?
Inwiefern unterscheidet sich ein Translation-Memory-Tool von einem Terminologie-Tool?
Inwiefern unterscheidet sich Translation-Memory-Software von Maschineller Übersetzung?
Sind Translation Memorys von SDL mit vielen verschiedenen Dateiformaten kompatibel?
Eine Sprachdatenbank, in der Ihre Übersetzungen während der Arbeit kontinuierlich gespeichert werden, damit sie künftig für neue Texte verwendet werden können.
Alle bereits übersetzten Inhalte werden im Translation Memory gesammelt (und zwar in Form von Sprachpaaren aus Ausgangs- und Zieltext, die als Übersetzungseinheiten bezeichnet werden) und wiederverwendet, sodass ein Satz nie zwei Mal übersetzt werden muss. Je mehr Inhalte in einem Translation Memory gespeichert werden, desto schneller können Sie künftige Übersetzungen anfertigen. Dadurch können Sie eine größere Zahl von Projekten bearbeiten und Ihre Erträge steigern.
In SDL Trados Studio öffnen Sie beispielsweise die Ausgangsdatei und wenden das Translation Memory an, sodass alle „100 %-Matches“ (identische Segmente) oder „Fuzzy Matches“ (ähnliche, aber nicht identische Segmente) im Text in Sekundenschnelle extrahiert und auf die Zieldatei übertragen werden.
Während Sie die Ausgangsdatei bearbeiten, können Sie die „Matches“ aus dem Translation Memory entweder akzeptieren oder mit neuen Übersetzungsalternativen überschreiben. Bei einer manuellen Aktualisierung wird eine Übersetzungseinheit sowohl zur Wiederverwendung in künftigen Texten als auch zur Übersetzung von Wiederholungen innerhalb des momentan vorliegenden Textes im Translation Memory gespeichert. In ähnlicher Weise werden die Segmente der Zieldatei, die kein „Match“ enthalten, manuell übersetzt und anschließend automatisch in das Translation Memory aufgenommen.
Translation Memorys sind überall dort nützlich, wo Inhalte in eine andere Sprache übertragen werden. Bei Dokumenten, die zahlreiche Wiederholungen enthalten, zeigt sich der Vorteil von Translation Memorys am deutlichsten.
Translation Memorys sind auch dann von großem Nutzen, wenn aus dem Zusammenhang gerissene Inhalte übersetzt werden müssen. Immer mehr Unternehmen stützen sich bei der Verwaltung ihrer Daten auf Content-Management-Systeme (CMS). Mithilfe eines CMS können einzelne Textteile – im Gegensatz zu vollständigen Dokumenten – erstellt/bearbeitet und anschließend in einer Vielzahl unterschiedlicher Formate veröffentlicht werden. Durch ein Translation Memory kann dieser Prozess schneller und konsistenter gestaltet werden.
Selbst wenn jedoch kein Translation Memory verwendet wird, können Sie Text aus der Ausgangsdatei extrahieren und sich auf die Lokalisierung des Textes konzentrieren, ohne sich Gedanken um die Tags machen zu müssen. Der Code einer HTML-Datei wird z. B. vollständig verborgen, sodass Sie keine Zeit mit der Suche nach zu übersetzendem Text in irrelevanten Textzeilen verlieren.
Ein Translation-Memory-Tool speichert Textsegmente als Übersetzungseinheiten (in Form von Sprachpaaren aus Ausgangs- und Zieltext). Ein Segment kann aus einem Satz oder einem Abschnitt bestehen.
Ein Terminologie-Tool dagegen ist eine Datenbank, die eine Liste von Termini in mehreren Sprachen sowie Regeln zu deren Verwendung enthält.
Terminologie wird in der Regel in Verbindung mit einem Translation Memory verwendet.
Bei der Maschinellen Übersetzung wird ein Dokument ohne menschliches Zutun automatisch übersetzt.
Diese Art von Tool ist schnell, erzeugt jedoch qualitativ minderwertige Übersetzungen, da eine Maschine weder „zwischen den Zeilen lesen“ noch den Kontext sprachlicher Äußerungen analysieren kann. Dementsprechend liegen die Qualität und die Genauigkeit Maschineller Übersetzungen in der Regel bei 50 bis 70 %. Es ist also nicht ratsam, eine solche Rohfassung direkt an Ihre Kunden weiterzuleiten. Darüber hinaus steht Maschinelle Übersetzung nur für eine begrenzte Anzahl unterstützter Sprachen zur Verfügung.
Durch die Verwendung von Translation-Memory-Software wie SDL Trados Studio hingegen erhöhen Sie die Zahl unterstützter Sprachen bis ins Unendliche, und die eigentliche Übersetzungstätigkeit wird von einem professionellen Übersetzer übernommen. Ein Translation Memory liefert Ihnen 100 %-Matches und Fuzzy-Matches aus einer Datenbank, in der bereits übersetzte Texte gespeichert sind, sodass Sie als Resultat von einem effizienteren Übersetzungsprozess sowie konsistenteren und qualitativ hochwertigeren Ergebnissen profitieren.
Ja, SDL Trados Studio ist mit einer Vielzahl von Programmen zur Inhaltserstellung kompatibel. Zu den unterstützten Formaten gehören u. a. Microsoft Office (2000-2003, 2007, 2010), OpenOffice, RTF, Tab Delimited, HTML und XML.
Es werden auch neue Formate unterstützt, z. B. Adobe FrameMaker 8.0/9.0 und Adobe InDesign CS5, Adobe InDesign Markup Language (IDML) und InCopy Markup Language (ICML), PDF, XLIFF- und XML-Versionen wie DITA, Docbook und W3C ITS.