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SDL Global Authoring Management System

Sprachtechnologie spielt ihre Vorteile nicht nur in der Übersetzung aus. Mit Translation Memory, Terminologie und vielen anderen Features gestaltet sich auch die Erstellung der Originalinhalte effektiver und schneller.

Translation Memories (TMs) sorgen dafür, dass derselbe Satz nicht immer wieder neu übersetzt werden muss. Wie sieht es aber mit den originalsprachlichen Sätzen aus, die die Basis für die Übersetzung liefern? Idealerweise gilt auch hier: Derselbe Satz muss nicht immer wieder neu verfasst werden. Zum einen lässt sich damit Zeit sparen. Außerdem: Drückt man denselben Sachverhalt immer wieder mit anderen Worten aus, erschwert dies die Lokalisierung und macht sie damit unnötig teurer.

Auch das beste TM kann nur dann 100%-Treffer liefern, wenn Ausgangssätze einheitlich formuliert wurden. Ein kleines Beispiel dafür, wie eine minimale Abweichung im Ausgangstext die Effektivität eines TMs beeinträchtigt, ist folgender Originalsatz:

This function cannot be used in this context.

Nehmen wir an, Sie übersetzen diesen Satz ins Deutsche. Drei Monate später stoßen Sie auf denselben Satz in leicht abgeänderter Form:

This function can’t be used in this context.

Der kleine Unterschied zwischen cannot und can’t würde dazu führen, dass Sie während der Übersetzung ein Fuzzy Match angeboten bekommen, obwohl der Satz sinngemäß völlig identisch mit seinem Vorgänger ist. Auch bei der Analyse wird dieser Satz aufgrund einer einzigen Abweichung nicht mehr als 100%-Match erkannt. Wenn sich Originaldokumente durch großen Variantenreichtum auszeichnen, werden natürlich weniger Segmente in die Kategorie 100%-Match oder Wiederholung fallen. Laut Analyse ist die Übersetzung also kostspieliger als sie eigentlich hätte sein müssen. Dieser Effekt multipliziert sich bei vielen Zielsprachen natürlich entsprechend.

Abwechslung tut nicht immer gut
Was für eine Übersetzung gilt, trifft natürlich auch auf den Originaltext zu: Konsistenzfehler sind nicht nur deswegen teuer, weil sie die Übersetzung kostspieliger machen, sondern auch weil sie das Verständnis des Textes erschweren. Verständnisschwierigkeiten führen nämlich nicht selten zu Nachfragen, Fehlbedienungen oder Reklamationen.

Beispiele für Konsistenzfehler und andere Probleme bei der Erstellung von Dokumenten:
• Dieselben Sachverhalte werden unterschiedlich formuliert.
• Alternieren zwischen neuer und alter deutscher Rechtschreibung oder zwischen britischer und US-Schreibweise.
• Kosmetische Unterschiede, die den Eindruck erwecken, dass unsauber gearbeitet wurde, z.B. Zahlenangaben mal mit, mal ohne Leerzeichen („30 mm“ und „30mm“).
• Inkorrekte Verwendung von Begriffen, z.B. „Lesezeichen“, wo eigentlich das Wort „Favorit“ hätte stehen sollen.
• Unnötiger Wortreichtum: Warum „eine große Anzahl von“ schreiben, wenn man das Wort „viele“ genau dasselbe aussagt. Anstelle von „Es besteht für Sie die Möglichkeit, …“ kann man auch einfach „Sie können …“ schreiben. Das liest sich nicht nur leichter, sondern senkt auch das Übersetzungsvolumen.

Die Suchen/Ersetzen-Jagd auf Konsistenzfehler und andere Authoring-Sünden
Beim Aufspüren solcher Probleme verlassen sich Autoren auf ein Feature, über das so gut wie jede Editorenumgebung verfügt: die klassische Suchen-/Ersetzen-Funktion. Häufig gibt es jedoch so viele Kriterien nach denen man suchen müsste, dass man mit dieser Funktion recht schnell an seine Grenzen stößt – sogar dann, wenn reguläre Ausdrücke unterstützt werden. Autoren müssten sich immer einen umfassenden Merkzettel zurechtlegen und diesen systematisch durchgehen.

SDL Global Authoring Management System (SDL Global AMS)
Kürzere Innovationszyklen bedeuten, dass mehr Inhalte in immer kürzerer Zeit erstellt und in unterschiedlichen Formaten veröffentlicht werden müssen, z.B. Web-Seiten, Handbücher, CD-ROMs usw.

Wenn man umfangreiche Inhalte mit einheitlich hoher Qualität erstellen will, braucht man eine leistungsfähigere Lösung, die weit über das hinausgeht, was beispielsweise einfache Suchen/Ersetzen-Makros bieten können.

SDL Global Authoring Management System (SDL Global AMS) setzt auf bewährte Sprachtechnologie, z.B. Terminologie und Translation Memory. SDL Global AMS ist dabei nahtlos in vier marktführende Autorenumgebungen integriert:
• Microsoft Word 2003/2007
• FrameMaker 7.x/8
• Arbortext Editor
• XMetaL

 

SDL Global AMS unterstützt den Authoring-Prozess durch nahtlose Integration in die gängigsten Editorenumgebungen

Was hat SDL Global AMS der klassischen Suchen/Ersetzen-Methode voraus?
SDL Global AMS erweitert Ihre Autorenumgebung um eine Vielzahl von Prüfmechanismen und statistische Funktionen, mit denen sich mögliche Probleme bei der Inhaltserstellung schnell aufspüren und beheben lassen. Nicht nur das: Nach dem Verfassen eines Dokuments können Sie die Qualität Ihres Dokuments per Knopfdruck auf eine Vielzahl von Kriterien prüfen und in Berichtsform zusammenfassen lassen.

SDL Global AMS bietet hier zwei Ansätze:
1. Interaktiver Prüfmodus: Ähnlich einer Rechtschreibprüfung geht SDL Global AMS Satz für Satz durch das gerade geöffnete Dokument durch und hebt Stellen hervor, an denen ein mögliches Problem gefunden wurde, z.B. Verwendung eines nicht erlaubten Begriffs, ein Sachverhalt, der durch unnötig viele Worte ausgedrückt wird, Sätze, die dasselbe aussagen, aber anders formuliert worden sind usw.
SDL Global AMS macht ggf. auch Korrekturvorschläge. Der Autor kann diese Vorschläge annehmen, ablehnen und natürlich auch eigene Korrekturen vornehmen.
2. Batch-Modus: Mithilfe der Batch-Funktion können Sie ein oder mehrere Dokumente analysieren und eine statistische Gesamtübersicht mit konkreten Kennziffern erstellen lassen. Weist der Bericht beispielweise daraufhin, dass auf 1.000 Sätzen im Schnitt 50 mögliche Fehler gefunden wurden, wissen Sie, dass Handlungsbedarf besteht und das Dokument nachgebessert werden muss.

SDL Global AMS in Aktion
Was Prüffunktionen angeht, lässt SDL Global AMS kaum Wünsche offen - im Folgenden eine kleine Auswahl von Features, mit denen Sie Ihren Autorenprozess entscheidend verbessern können:

Translation Memory-Technologie zur Unterstützung der Erstellung ausgangssprachlicher Inhalte:
SDL Global AMS identifiziert eine Variante eines bereits bestehenden Satzes und zeigt, wie der Satz aus Gründen der Einheitlichkeit (auch im Hinblick auf zukünftige Übersetzungen) formuliert werden sollte. 


Hinweis auf eine abweichende Formulierung: „Keep color cartridges away …“ statt „Keep the color cartridge away …”

Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Terminologie-Datenbank:
SDL Global AMS sucht das aktuelle Dokument in Ihrer Autorenumgebung nach nicht zu verwendenden Begriffen ab und schlägt zugelassene Alternativen vor. 


Der nicht erlaubte Begriff „power cord“sollte durch den bevorzugten Term „power cable“ ersetzt werden.

Unnötig viele Wörter erschweren die Lesbarkeit und erzeugen auch ein unnötig hohes Übersetzungsvolumen: Das System identifiziert wortreiche Sätze und schlägt sinnvolle Möglichkeiten zur Straffung vor.

Auch zu lange und umständliche Formulierungen sind dem Verständnis nicht gerade förderlich. Deshalb können Sie SDL Global AMS anweisen, nach Sätzen zu suchen, die eine maximale Länge überschreiten.

SDL Global AMS hat auch eine Lösung für die Klassiker unter den Konsistenzfehlern: alternierende US- oder britische Schreibweise bzw. Wechsel zwischen alter und neuer deutscher Rechtschreibung.

Interessiert? In der nächsten Ausgabe unseres Newsletters stellen wir Ihnen weitere Features der neuesten SDL Global AMS-Version vor, die unter anderem eine ganze Palette interessanter Funktionen für die Erstellung deutscher Inhalte bietet.
Wenn Sie in der Zwischenzeit an weiteren Informationen zu SDL Global AMS interessiert sind, besuchen Sie uns einfach auf: www.sdl.com/globalAMS